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| ELECTRIC DON QUIJOTE - DIE ULTIMATIVE GESCHICHTE VON FRANK ZAPPA von ,
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Letztklassige Übersetzung
• • • • • (bewertet mit 3 von 5 Punkten)
Alle meine Rezensionen ansehen Rezension bezieht sich auf: ELECTRIC DON QUIJOTE - DIE ULTIMATIVE GESCHICHTE VON FRANK ZAPPA (Taschenbuch) Neil Slaven dürfte so ziemlich jedes jemals veröffentlichte Interview von Frank Zappa gelesen haben, um daraus eine wirklich beachtliche Menge an Namen, Daten und Informationen zur Person Zappa und zur Geschichte der Mothers herauszufiltern. Das macht den Nutzwert dieses Buchs aus. Leider ist Slaven kein sonderlich talentierter Schreiber: Einen Lesegenuß kann man sein Werk nicht nennen, dafür wirken die Fakten oftmals zu sehr aneinander gereiht. Was aber tatsächlich als Katastrophe bezeichnet werden muss, das ist die deutsche Übersetzung. Fehlende Satzteile, verworrene Syntax, schlicht falsche Übersetzungen, und ein kompletter Satz kann in der Hektik einer hingeschluderten Verdeutschung auch schon mal verloren gehen...: Was Frau Marie Mainzer hier abgeliefert hat (und von einem Lektor Georg Blankenheimer offenbar abgesegnet wurde*), wirkt streckenweise wie eine Provokation. Ein paar (höchst willkürlich gewählte) Beispiele gefällig? "To invent sounds from scratch" (e: S. 324) heißt freilich so viel wie "neue Töne von Grund auf erfinden". Wie sieht das Frau Mainzer: "Der andere Weg ist, durch Scratchen neue Töne zu erfinden." (S. 355) Oder: "Sad Jane, the least bombastic of all Frank's orchestral pieces" (S. 323), also sein am wenigsten bombastisches Orchesterwerk, mutiert bei Mainzer prompt zu "Sad Jane, das letzte Bombastwerk in Franks Repertoire". (S. 354) Und wenn der Biker aus 'Titties & Beer' zu einem "Radfahrer" (!) degradiert wird (S. 267), dann stellt sich die Frage, ob Frau Mainzer auch nur die geringste Ahnung von der Materie hat, von der bei Neil Slaven die Rede ist.
Resümee: Wenn möglich, das englische Original lesen. Zumindest parallel zur deutschen 'Übersetzung'. Drei Sterne für Herrn Slaven. Null für Frau Mainzer.
*) Ein Lektorat, dass offensichtlich sinnwidrige Sätze durchgehen läßt wie ' Mich stimmt depressiv, dass Popmusik meiner Meinung nach authentisch und progressiv und lebendig sein sollte' (S. 97), verdient nicht die Bezeichnung 'Lektorat'.
Eine Rezension von Ein Kunde
vom 14. Juni 2011 | | |
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